Kommunale Wärmeplanung

Gemeinsam auf dem Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung

Die Stadt Pfarrkirchen hat von Mai 2025 bis März 2026 gemeinsam mit der greenventory GmbH einen kommunalen Wärmeplan erstellt.

Ziel der Wärmeplanung ist es, einen Weg aufzuzeigen, wie die Wärmeversorgung in Pfarrkirchen bis zum Jahr 2045 klimaneutral gestaltet werden kann. Der Wärmeplan dient dabei als strategische Orientierung für die zukünftige Entwicklung der Wärmeversorgung im Stadtgebiet.


Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

Wärmenetze als wichtige Säule der Wärmeversorgung

Im Rahmen der Wärmeplanung wurden 7 Eignungsgebiete für Wärmenetze identifiziert.

Perspektivisch bedeutet dies:

  • Rund 20 % aller Gebäude könnten an ein Nah- oder Fernwärmenetz angeschlossen werden.
  • Etwa 69 % des gesamten Wärmebedarfs im Stadtgebiet könnten künftig über Wärmenetze gedeckt werden.
  • Vor allem größere Wärmeverbraucher eignen sich für den Anschluss an ein Wärmenetz.

Individuelle Heizungen bleiben weiterhin wichtig

Auch künftig werden viele Gebäude ihre Wärme über eigene Heizungsanlagen erzeugen.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Rund 80 % aller Gebäude werden weiterhin eigene Energieträger nutzen.
  • Die elektrische Wärmepumpe wird dabei die wichtigste Heiztechnologie sein.
  • Etwa 31 % des gesamten Wärmebedarfs werden durch individuelle Heizlösungen gedeckt.
  • Energetische Sanierungen und intelligente Energie- und Gebäudetechnik gewinnen künftig weiter an Bedeutung.

Nächste Schritte

Zur Umsetzung der insgesamt 13 vorgeschlagenen Maßnahmen werden bereits erste Aufgaben bearbeitet:

1. Vertiefte Untersuchungen

Prüfung des Aufbaus einer Fernwärmeinfrastruktur in den identifizierten Eignungsgebieten.

2. Vorbereitung gezielter Abfragen

Erfassung von Wärmeverbräuchen und geplanten Maßnahmen in den Fokus- und Eignungsgebieten.

3. Informations- und Beratungsangebot

Aufbau eines Angebots zur Information und Beratung der Bürgerinnen und Bürger.

4. Entwicklung von Musterlösungen

Erarbeitung typischer Wärmeversorgungslösungen für verschiedene Gebäudearten und Siedlungsgebiete.

5. Monitoring-Konzept

Fortlaufende Überprüfung der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen.


Wichtig: Der kommunale Wärmeplan ist ein strategisches Planungsinstrument. Für Eigentümerinnen und Eigentümer ergeben sich daraus zunächst keine unmittelbaren Verpflichtungen. Über konkrete Projekte und weitere Schritte wird die Stadt Pfarrkirchen die Bürgerinnen und Bürger fortlaufend informieren.

Dokumente zur kommunalen Wärmeplanung der Stadt Pfarrkirchen

Förderung:

Die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.

Projektträger:

Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (Z-U-G) gGmbH

Förderkennzeichen: 67K27397

Ansprechpartner

Andreas Huber
Klimaschutz- und Energiemanager

Stadt Pfarrkirchen
Rathaus II, 2. Etage, Raum 17
Ringstraße 29
84347 Pfarrkirchen

Tel. 0 85 61 - 30 6-51 91

ksem_at_pfarrkirchen.de